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Ein Sohn an den Vater
O glaube, was heute mein Herz durchbebt
Dem flüchtigen Kiel zu vertrauen, -
Und was meine Brust zum Himmel erhebt,
Um den ewigen Urquell zu schauen,
Die Sprache ist schwach - doch ich walle empor
Und meine Gefühle bilden ein Chor!
Zuerst, da nenn' ich der Seele Schmerz,
Das ist ein inniges Sehnen -
Mein Auge wendet sich himmelwärts
Und findet nur Hülfe in Tränen;
Ich fühle mich doppelt verlassen, allein,
Das ist unserer Trennung bedrückende Pein.
Doch dem Schmerze bietet die Hoffnung die Hand,
Auch mir will sie heilen die Wunde,
Und durch der Lieb' unauflösbares Band
Sind vereint wir zu ewigem Bunde!
Schaut in die Zukunft - o seelige Lust
Bald lieg' ich an Eurer liebenden Brust.
Und mit der Hoffnung vereint sich der Dank,
(Sieh! faltend erheb ich die Hände)
Vereint sich ein Jubel- und Lobgesang,
Den ich dem Ewigen spende;
Daß gütig auf Dich er herunterblickt,
Und durch seinen Segen uns Alle beglückt.
Und der Dank, er steigt zum Gebet für Dich,
Du Vater im Himmel, o höre!
Ach segne und schütze ihn ewiglich,
Den in treuer Liebe ich ehre.
Erhebe, erleucht' ihn mit Deinem Licht
Und versag' ihm den ewigen Frieden nicht!
Die Festtage des
Lebens, 1856
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