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Gesegnet soll der Tag mir sein
Gesegnet soll der Tag mir sein.
Der Dir das Leben gab;
Mein ganzes Glück, ich seh' es ein,
Hängt einzig von ihm ab:
Wo hätt' ich, wenn der Tag nicht wär',
Denn meine zweite Mutter her?
Drum zähl' ich sehnend jede Stund',
Und, ist er endlich da,
Dann freu' ich mich aus Herzensgrund,
Geliebte Großmama!
Muss jenem, den die Trauben freu'n.
Nicht auch der Weinstock heilig sein?
Doch freu' auch Du, o Teure, Dich
Mit Deinen Enkeln heut',
Bei Deinem Lächeln öffnet sich
Das Herz der Fröhlichkeit:
In einer Brust, vom Bösen rein,
Kehrt gern die holde Freude ein.
Die gute Vorsicht, schütze Dich
Vor jedem Ungemach!
Erhalt' in Deiner Liebe mich,
Sieh meinen Fehlern nach.
O schenke Gottes Güte doch
Dir viele frohe Jahre noch!
Poetischer
Bibliothekar, 1845
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