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Der lieben Frau
Denn wozu soll die Reimerei
Auf Seid und Atlasbande?
Dass man einmal geboren sei,
Versteht sich schon am Rande.
Das ist ja kund und offenbar,
Liegt jedermann vor Augen,
Davon zu singen kann fürwahr
Auf Gottes Welt nichts taugen!
Was sie verdient, das wird ihr wohl
Gott dennoch schenken können,
Und jeden Gottessegen soll
Ihr unser Herz auch gönnen.
Drum, Frau Gemahlin, sing ich ihr
Heut kein Geburtstagscarmen,
Das traute Weibchen wollen wir
Hübsch kurz und gut umarmen.
von Gottfried August
Bürger, 1747 - 1794
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