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An einen fernen Freund
Mein Freund, wie fern Du mir auch sei'st,
Doch werd' ich ungebunden
Dir nahe sein mit Herz und Geist
In diesen schönen Stunden;
Mit Dir in das, was Dich betrübt,
Mich trauernd zu versenken,
Und derer, die Du heiß geliebt,
In Liebe zu gedenken.
Der Lieb' und Freundschaft schönes Band
Kann Zeit und Raum nicht trennen;
Dich hab ich Bruder stets genannt,
Und will Dich stets so nennen.
Reich' mir die Hand, wie fern Du sei'st!
Fühl' meine Pulse schlagen!
Verbunden bleiben Herz und Geist
Bis zu den fernsten Tagen!
Die Festtage des
Lebens, 1856
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